Standortstrategie 2017

Maßnahmen der IV- Standortstrategie in der Umsetzung

Die Standortstrategie und die Digitalisierungsoffensive Tirol wurden rechtzeitig fertiggestellt, um als Grundlage für die Position der Tiroler Industrie in den Koalitionsverhandlungen in Bund und Land zu dienen. Die Forderungen an den Bund wurden über die Bundes- IV, aber auch in direkten Gesprächen mit Vertretern der Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ, in die Entstehung des Regierungsprogrammes eingebracht. Auf Landesebene erfolgten die Gespräche mit den Regierungsmitgliedern, aber auch den zuständigen Mitarbeitern des Landes.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Digitalisierungsoffensive wird vollständig umgesetzt und viele andere Maßnahmen, wie etwa der so wichtige Standortcheck, finden sich im Koalitionsabkommen wieder.

Durchgesetzte Forderungen an den Bund:

Die so notwendige Arbeitszeitflexibilisierung ist bereits im Nationalrat beschlossen und tritt im September in Kraft.

Die Bundesregierung macht mit Bürokratieabbau durch Entrümpelung der Gesetze, Beschleunigung der Verfahren und Absage gegen Gold Plating ernst.

Es gibt erste Vorschläge für die steuerliche Entlastung nicht entnommener Gewinne.

Bildung ist ein zentrales Thema im Bund und Land.

 

Durchgesetzte Forderungen an das Land:

Die von der IV initiierte und mit allen Beteiligten erarbeitete Digitalisierungsoffensive wird im Land Tirol umgesetzt.

Tirol arbeitet mit Nachdruck an der Positionierung Tirols als Forschungs- und Bildungsstandort für die Digitalisierung (Neue Professuren und FH- Lehrgänge, Digital Campus Tirol…)

Der Standortcheck mit dem die Auswirkungen von politischen Entscheidungen (Verordnungen, Gesetze) vorab bewertet werden sollen, ist im Koalitionsabkommen von ÖVP und Grüne vorgesehen.

Die Verbesserung der Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Punkt des Koalitionsabkommens und schlägt sich auch im Landesbudget nieder.

Tirol bekennt sich zum Ausbau der Infrastruktur, beispielsweise zum zweigleisigen Ausbau im Oberland.

 

Umsetzung durch die IV- Tirol:

In der IV- Tirol wurden zwei Referentenpositionen als Konsequenz aus der Standortstrategie neu besetzt. Die Schwerpunkte liegen in der Begleitung und Umsetzung der Digitalisierung (Innovation) und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Im Referat Innovation ist das Arbeitsprogramm bereits in der Umsetzung. Im Referat Fachkräfte wird derzeit eine Internetplattform als Basis aller weiteren Maßnahmen vorbereitet.

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Technologie News 1/2018

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4D-Druck:
Der 4D-Druck ist ein dem bekannten 3D-Druck sehr ähnliches Verfahren, bei dem ein Objekt ebenfalls Schicht für Schicht aufgebaut wird. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren ist, dass beim 4D-Druck Objekte mit der Fähigkeit zur Transformation ausgestattet werden. So können diese in einem gewissen Sinne programmiert werden, im Laufe der Zeit ihre Form zu wandeln – die Zeit stellt dabei die 4. Dimension dar und verleiht der Technologie damit ihren Namen.

Für den 4D-Druck werden unterschiedliche, programmierbare Materialien verwendet, welche sich unter verschiedenen Einflüssen verändern. Auslöser für die Verformung können zum Beispiel Wasser, Licht, Feuchtigkeit, Wärme, Vibration oder Magnetfelder sein. Ein Vorteil dieser Technologie besteht in der Möglichkeit, dass Objekte in kleiner und kompakter Form gedruckt werden können und sich erst am Bestimmungsort zu ihrer endgültigen Größe und Form transformieren. Aktuelle News zum Thema 4D-Druck finden Sie unter: www.3d-grenzenlos.de


Edge Computing:
Der Begriff Edge Computing (oder auch Fog Computing) bezeichnet die Verarbeitung von Daten an der Netzwerkperipherie, d.h. dort, wo die Daten generiert werden, anstatt in einem zentralisierten Data-Warehouse. Die Daten werden dabei direkt vom Gerät selbst, welches sie erzeugt, oder von einem lokalen Computer oder Server verarbeitet und nicht an ein Rechenzentrum übertragen.

Edge Computing ermöglicht dadurch die Beschleunigung von Datenströmen und eine Datenverarbeitung in Echtzeit. Damit soll Edge-Computing das Bereitstellen, was die Cloud bisher nicht bietet: Geräte, die Massendaten aus intelligenten Fabriken, Versorgungsnetzen oder Verkehrssystemen ohne Zeitverzögerung auswerten können und bei Vorfällen unverzüglich Maßnahmen einleiten. Durch das ständig wachsende Datenvolumen, das mit dem aufkommenden Internet of Things weiter rasant steigen wird und der zunehmenden Bedeutung der Echtzeit-Relevanz von Daten kann Edge Computing eine Schlüsseltechnologie der Zukunft darstellen. Nähere Informationen unter: www.industry-of-things.de


Intelligente Assistenten:
Im Zuge der Digitalisierung hält auch die Künstliche Intelligenz (KI) immer mehr Einzug in die Unternehmen. Ein Einsatzgebiet von KI sind Intelligente Assistenten, Systeme, die Menschen bei der Ausführung kognitiver Aufgaben und Entscheidungsfindungen unterstützen. Auf künstlicher Intelligenz basierende Assistenten lernen aus ihrem Umfeld, können zielgerichtet Schlussfolgerungen ziehen und konkrete Fragestellungen beantworten, aber auch eigenständig neue Hypothesen und Vorhersagen entwickeln und mit dem Menschen interagieren.

Die Assistenzsysteme können in Form von persönlichen Assistenten (zB Alexa), als Expertensysteme zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, als unterstützende Assistenten für Maschinenbediener, bei der Produktentwicklung uvm. zum Einsatz kommen. So können sich intelligente Assistenten in der Produktion etwa anhand spezifischer Kompetenzen von Mitarbeitern automatisch auf deren Unterstützungsbedarf anpassen und so passgerecht Hilfe geben. Ein Prototyp eines solchen Systems wurde im Forschungsprojekt APPsist, das von namhaften deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen durchgeführt wurde, entwickelt. Nähere Informationen unter: www.digitale-technologien.de

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Industrie im Portrait: F&E bei hollu

„In unserer F&E gestalten wir Zukunft im Einklang mit Mensch & Umwelt. Die vielen Chancen und neuen Möglichkeiten der Digitalisierung optimal und nachhaltig zu nutzen – darauf kommt es uns an“ Simon Meinschad, Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH.

Simon Meinschad, Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH

Die hollu Forschung & Entwicklung am Hauptsitz in Zirl ist das Herzstück des Familienunternehmens und der Grund für die hohe, seit Jahrzehnten ungebrochene Entwicklungsdynamik. Hier entstehen innovative Reinigungs- und Hygienelösungen, die den Reinigungsalltag der Kunden vereinfachen und individuelle Bedürfnisse gezielt erfüllen. Was sind zukunftsträchtige Trends? Wohin entwickeln sich die Märkte und Anforderungen der Kunden? Wie können vernetzte Technologien und digitale Möglichkeiten optimal genutzt werden? Forschen heißt Antworten finden. In der F&E gestaltet hollu die Zukunft der Hygiene – und verwirklicht damit die eigene Vision jeden Tag aufs Neue: Hygiene zum Wohlfühlen.

Weitere Informationen unter: www.hollu.com