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Innovative Unternehmen kommen besser durch die Krise

„Innovative Unternehmen kommen besser durch die Krise“ – unter diesem Motto präsentierte Dr. Bernhard Dachs vom Austrian Institute of Technology seine Forschungsaktivitäten zum F&E-Verhalten von Unternehmen in Krisenzeiten im Rahmen der F&E-Plattform der IV-Tirol.

F&E‑Ausgaben in Unternehmen entwickeln sich insgesamt prozyklisch. In Zeiten von hoher Unsicherheit, fehlender Liquidität und mangelnder Nachfrage werden geplante F&E‑Aktivitäten oft gestrichen. Jedoch zeigen Studien aus vorangegangenen Krisen, dass innovative Unternehmen deutlich widerstandsfähiger gegenüber den Folgen von Krisen sind und deutlich weniger Beschäftigung abbauen als Unternehmen ohne Innovationen.

Dr. Dachs empfiehlt daher, dass es gerade in Krisenzeiten Ziel der Forschungs- und Innovationspolitik sein muss, zu verhindern, dass Unternehmen ihre Innovationstätigkeiten einstellen.

Nähere Informationen unter: Innovative Unternehmen kommen besser durch Krisenzeiten

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Technologie News 03/2020

Automated-Machine-Learning-Tool
Künstliche Intelligenz und Machine Learning zählen zu den wichtigsten Zukunftstechnologien in der Industrie und Industrial Analytics-Lösungen z.B. zur Realisierung von Predictive Maintenance. Allerdings verfügen klassische Auto­matisierungs- und Maschinenbauexperten oftmals nicht über die Kenntnisse, um die KI-Modelle zu entwickeln. Deswegen übernehmen Data Scientists die Datenanalyse und Modellbildung. Ihr Expertenwissen ist notwendig, um die Methoden der künstlichen Intelligenz oder des maschinellen Lernens auf die vorhandenen Daten anzuwenden und Anwendungsmodelle zu entwickeln. Mittlerweile gibt es allerdings Automated-Machine-Learning-Tools für die Industrie, mit denen die Nutzer Modelle eigenständig erzeugen und weiterentwickeln können, ohne dabei auf die Hilfe eines Data Scientists oder eines externen Kooperationspartners angewiesen zu sein. Diese Software-Tools führen den Anwender durch den Prozess der Modellentwicklung. Sie reduzieren die Komplexität, sodass der Anwender die Erstellung und Weiterentwicklung der Modelle eigenständig vorantreiben kann – ohne selbst Data Scientist zu sein und ohne spezielles Wissen im Bereich KI haben zu müssen. Nähere Informationen unter: www.industry-forward.com/automated-machine-learning-tool

Augmented und Virtual Reality in Zeiten der Corona-Krise
Die Corona-Krise trifft die Industrie massiv, hat aber auch vielfach für einen Digitalisierungsschub gesorgt: Homeoffice wurde großflächig ermöglicht, virtuelle Messen und Produktvorstellungen organisiert sowie E-Learning-Angebote entwickelt. Seit Beginn der Corona-Krise setzen Unternehmen auch vermehrt auf Augmented-, Virtual- und Mixed Reality-Plattformen für unterschiedlichste Anwendungen. AR/VR-Technologien können etwa im Bereich Collaborative Engineering eingesetzt werden. Dabei werden Planungsdaten von neuen Produkten in einen virtuellen Besprechungsraum geladen und Ingenieure können diese virtuellen Modelle gemeinsam begehen und begutachten. Dadurch ist eine ortsunabhängige Konstruktion und Modifikation der Modelle möglich – auch im Home-Office. Durch Augmented Reality und Virtual Reality kann auch lebensechtes Lernen und Training im Home-Office stattfinden und etwa die Bedienung von Maschinen geübt werden. Mittels Remote Maintenance können die Arbeiter vor Ort aus der Ferne Unterstützung bei der Reparatur oder Wartung von Anlagen erhalten, ohne dass dafür externe Servicetechniker anreisen müssen. Nähere Informationen unter:

www.bitkom.org/Collaboration-Training-und-Schulung-via-AR-VR

Automated Supply Chains
Komplexe globale Wertschöpfungsketten kommen angesichts der coronabedingten Umwälzungen unter Druck. Die Automated Supply Chain soll vor diesem Hintergrund die Lieferkette der Zukunft darstellen. Antifragil, durch einen hohen Grad an Automatisierung, garantiert sie weiterhin hohe Funktionalität, besonders in Zeiten von Krisen. Dabei spielen verschiedene Technologien eine Rolle, etwa autonom agierende Logistikeinheiten, Roboter in der Warenkommission sowie intelligente Software zur Optimierung der Wert­schöpfungs­kette in Echtzeit. In diesem Rahmen wird auch die additive Fertigung an Bedeutung als Baustein von Post-Corona-Produktionsnetzwerken gewinnen. Additive Fertigung verkürzt die Supply Chain und ermöglicht, dass quasi jeder beliebige Gegenstand dort hergestellt werden kann, wo dieser gerade benötigt wird. Das Zusammenspiel dieser Komponenten sichert und stärkt komplexe Wertschöpfungsnetzwerke und macht sie robuster gegenüber Krisen – und deutlich effizienter und agiler.

Nähere Informationen unter: www.pwc.de/vernetzte-und-autonome-supply-chain

Foto_Barracuda_Klaus Gheri

Industrie im Portrait: F&E bei Barracuda

„Als Barracuda Networks sind wir Hersteller einer breiten Palette von Sicherheitssoftware für Unternehmen im Bereich Email/O365, Netzwerk und Webanwendungen. Wir helfen damit unseren Kunden ihre Reise durch den digitalen Wandel sicher zu gestalten.“ – Dr. Klaus Gheri, Vorstand, Barracuda Networks AG

Als Barracuda Networks AG, österreichisches Tochterunternehmen von Barracuda Networks, entwickeln wir seit mehr als 20 Jahren am Standort Innsbruck innovative Lösungen zur Absicherung von Unternehmens­kommunikation. Ursprünglich als phion GmbH im Mai 2000 gegründet, widmete sich die Firma früh dem damals noch exotischen Thema „Firewall“.

Das entwickelte Produkt bestach durch ein extrem leistungsfähiges Managementkonzept, das den Verwaltungsaufwand für Konfiguration und Betrieb der Firewall dramatisch reduzierte. Damit war der Weg zum Einsatz in der großflächigen Standortvernetzung vorgezeichnet. Es folgten die Entwicklung eines neuartigen hoch-redundanten VPN Protokolls, das es erlaubte, teure Standleitungen im WAN zu ersetzen. Zu den ersten Anwendern dieser Technologie, die erst mehr als 10 Jahre später als SD-WAN bekannt wurde, gehört seit 2004 die RHI/Magnesita. Weitere Meilensteine waren als erste Enterprise-Firewall die Nutzung von 3G zu unterstützen (2006) und Applikationserkennung zu integrieren (2007).

Im September 2009 wurde die mittlerweile in Wien börsennotierte phion AG von der amerikanischen Barracuda Networks, Inc. übernommen und firmiert seither als Barracuda Networks AG. Der Produktentwicklungsbereich konnte mit dem jetzt leichteren globalen Marktzugang erfolgreich ausgebaut werden. Digitale und technologische Transformation in Zusammenhang mit Public Cloud, Maschinenvernetzung, neuen digitalen Arbeitsprozessen haben die Innovationsanstrengungen der letzten fünf Jahre dominiert.

Aktuellstes Thema ist ein neuer sicherer Kommunikationsdienst (SaaS), der das hoch performante Backbone-Netz eines Public Cloud Anbieters nutzt, um globale Vernetzung von Standorten, Personen und Dingen unkompliziert, sicher, und kostenattraktiv zu erzielen.

Nähere Informationen unter: www.barracuda.com