© Malcolm Kessler, Schumbeta

Industrie im Portrait: F&E bei der PLANLICHT

„Licht auf höchstem Niveau ist unsere Passion, hierfür verpflichten sich die Menschen bei PLANLICHT. Innovation bedeutet für uns Zukunft – diese Zukunft wollen wir gestalten und verbessern. Denn Licht fängt sich in Ideen, wirft Fragen auf und verlangt nach Antworten.“ Felicitas Kohler, Geschäftsführerin PLANLICHT.

PLANLICHT produziert seit über 30 Jahren hochqualitative LED Leuchten ausschließlich in Österreich und vertreibt diese mit einer Exportquote von über 80% auf der ganzen Welt. Aktuell beschäftigen wir rund 160 Mitarbeiter an neun europaweiten Unternehmens­stand­orten. Von der Entwicklung der Produktidee bis hin zur Produktfertigung findet alles im eigenen Haus statt. Mit einer eigenen Technik- und Entwicklungsabteilung sowie einem hausinternen Lichtlabor ist PLANLICHT Technologie-Experte, v.a. im Bereich der biodynamischen Beleuchtung.

Human Centric Lighting (HCL)
Unser Körper orientiert sich mit seiner „inneren Uhr“ am Lauf der Sonne. Mit einer hochwertigen biodynamischen Beleuchtung kann mit Kunstlicht das körpereigene Gleichgewicht positiv beeinflusst werden. In einer ganzheitlichen Betrachtung von HCL steht für uns neben der Qualität des Lichtes auch die gesamte Qualität der Lebens- und Arbeitsumwelt im Mittelpunkt. Mit den PLANLICHT Akustikleuchten verbinden wir dynamisch weiße, in Tageslichtverläufen steuerbare Beleuchtungslösungen mit den Anforderungen der Raumakustik für ein ideales Umfeld.

Internet of Things (IoT)
Ein zentrales Ziel von PLANLICHT ist die Minimierung der Systemkomplexität durch integrierte Sensoren in den Leuchten. Dadurch können IoT-Lösungen schnell und einfach beim Kunden umgesetzt werden, welche sowohl die Fernwartung der Leuchten, als auch vielfältige weitere Einsatzmöglichkeiten, wie Heat Mapping, Customer Tracking oder die Ermittlung des Anwesenheitsstatus ermöglichen. Durch eine Verknüpfung der Leuchten­daten mit einer Gebäudesteuerung ist die Kopplung mit Heizungs-, Lüftungs- oder Beschattungs­steuerungen umsetzbar. Die Entwicklung ganzheitlicher, intelligenter Kunstlichtlösungen reduziert den Energieeinsatz für die Beleuchtung in Gebäuden maßgeblich und verringert somit die CO² Emissionen in allen Bereichen.

Nähere Informationen unter: www.planlicht.com/hcl/

klasseforschung

klasse!forschung im Robotikzentrum am MCI

© Tirol TV GmbH

Die Industriellenvereinigung Tirol und das MCI Management Center Innsbruck führen gemeinsam das Zentrum für Robotik, Produktion & Automatisierung. Der Fachkräftemangel an technischen Experten ist groß. Deshalb versucht man, junge Menschen für produktionstechnische Berufe und Ausbildungen zu begeistern. Das machen das MCI und die IV unter anderem mit einem Workshop mit Schwerpunkt Digitalisierung.

„Dieser Workshop heute ist das Ergebnis einer Kooperation der Industriellenvereinigung Tirol und dem Management Center Innsbruck sowie dem Verein klasse!forschung. Wir geben Schülerinnen und Schülern Einblick in die Bereiche Digitalisierung und Robotik“, so Sarah Rumetshofer vom Verein klasse!forschung.

Durch den Workshop lernen nicht nur Burschen, sondern auch viele Mädchen digitale Arbeitsbereich kennen. Sie können Hard- und Software vor Ort ausprobieren. Dafür brauchen die Workshopteilnehmer viel Fingerspitzengefühl und Geduld.

„Ziel des Workshops ist es, Kinder und Jugendliche, und insbesondere Mädchen für naturwissenschaftliche Forschung, Technik und für die Bereiche Digitalisierung und Robotik zu begeistern.“

In Zusammenarbeit mit dem Verein klasse!forschung wird versucht, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. Auch Mira nimmt am Workshop teil. Sie lernt zum Beispiel auch den Umgang mit Robotern: „Das ist wirklich cool, ich lieb das auch voll. Ich hab auch einen Roboter zu Hause und mag das auch mit ihm zu spielen. Meine Mama ist Informatikerin und deshalb bin ich auch ziemlich daran interessiert.“ Neben Mira begeistern sich immer mehr Mädchen für technische Berufe. Der souveräne Umgang mit digitalen Technologien wird im Berufsleben der jungen Generation unumgänglich sein.

Weitere Informationen zum Verein klasse!forschung finden Sie unter: https://www.klasse-forschung.at/

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Additive Fertigung im Fokus der Industrie

Additive Fertigungsmethoden – oft auch als 3D-Druck bezeichnet – finden immer mehr Einzug in die industrielle Produktion. IV-Tirol Experten nahmen Theorie und Praxis unter die Lupe.

Kristina Shea, Leiterin des Labors für Produktentwicklung und rechenbasierte Methoden an der ETH Zürich, präsentierte in ihrem Vortrag aktuelle Forschungen. Als Professorin für Engineering Design and Computing zeigte sie auf, wie beim 4D-Druck, ein 3D-gedrucktes Objekt mit der Fähigkeit zur Transformation versehen wird. Für den 4D-Druck werden unterschiedliche, „programmierbare“ Materialien verwendet, welche sich unter verschiedenen Einflüssen verändern. Auslöser für die Verformung können zum Beispiel Wasser, Licht, Feuchtigkeit, Wärme, Vibration oder Magnetfelder sein. Ein Vorteil dieser Technologie besteht in der Möglichkeit, dass Objekte in kleiner und kompakter Form gedruckt werden können und sich erst am Bestimmungsort zu ihrer endgültigen Größe und Form transformieren.

Innovative Druck-Technologie
Johann Hintner, Technology Manager bei Swarovski, erläuterte praktische Beispiele aus der industriellen Praxis bei Swarovski. Die 3D-Technologie gebe es seit 1983, Swarovski „drucke“ seit 1989 additive Teile. Anhand von Anwendungsbeispielen aus den Bereichen Kunststoff, Metall und Glas zeigte Hintner die vielfältigen Möglichkeiten einer sich laufend verbessernden Druck-Technologie. Am schnellsten werde sich diese Technologie in der Medizin durchsetzen. Dennoch müsse man sich gerade in der Produktion noch Herausforderungen stellen wie etwa der manuellen Nachbearbeitung, der eingeschränkten Vielfalt von Werkstoffen sowie den Maßtoleranzen und der Oberflächenbeschaffenheit. Ob sich die Additive-Fertigung als disruptive Technologie durchsetzen wird, könne erst die Zukunft zeigen.

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Logistik 4.0 – Inner- und zwischenbetriebliche Mobilitätstechnologien der Zukunft

Bei allen Zukunftstechnologien im Bereich „Logistik 4.0“ geht es um Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Vieles kann über Blockchain – als internationale Datenbank – nachvollzogen werden.

Im Rahmen der Vortragsreihe zu Zukunftstechnologien erläuterten Peter Schieder von Fraunhofer und Michael Schramm von Ernst & Young in der IV-Tirol technische Lösungen im Bereich der Logistik.

„Die digitale Transformation ist in der Industrie längst angekommen“, stellte Schieder seinen Tätigkeitsbereich vor und erörterte den Punkt „Menschen in der Industrie der Zukunft“ in Zusammenhang mit der technologischen und methodischen Weiterentwicklung über Branchen hinweg. Immer mehr gehe es um Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen und Maschinen.

Technologietrends
Zu den Technologietrends dieses und nächsten Jahres zählte der Experte selbstfahrende Fahrzeuge, die 5G Technologie und Drohnen, zumindest was das euphorische Wachstum betreffe. In der genannten Zeitspanne allerdings würden Digital Twin, Machine Learning sowie IoT Plattformen den sogenannten Euphorie-Höhepunkt erreichen. Bei den Techniktrends in der Logistik gehe es um die Vernetzung physischer und virtueller Objekte – etwa bei fahrerlosen Transportsystemen, beim autonomen Fahren, bei unbemannten Flugobjekten – Drohnen.

Blockchain – Internet der Werte
„Blockchain ermöglicht das Internet der Werte“, so Schramm: „… nämlich ein gemeinsames, dupliziertes und synchrones Transaktionsbuch mit mehreren Lese- und Schreibrechten, verifiziert durch ein technisches Konsens-Protokoll, programmier- bzw. automatisierbar und unveränderlich.“ Man könne kommunizieren, aber auch Transaktionen durchführen. Man stelle sich ein Notarbuch vor mit mehreren Lese- und Schreibberechtigten, erklärte der Experte. Blockchain sei ebenso „maturing“ für Transport-Logistikketten, etwa bei sensitiven Gütertransporten, für den Zahlungsverkehr und die Nachverfolgbarkeit. Als unternehmerische Beispiele führte Schramm u.a. Carrefour Italy, Wine Traceability sowie Smart Loans – eine Kooperation mit Banken für Finanzierungsmodelle von Industriemaschinen – an.

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Kompetenzzentrum „Digitaler Zwilling“ am MCI gestartet

Virtuelle Entwicklungsplattform für in Tirol produzierte Maschinen | Errichtung des Digital Twin Lab am MCI mit Unterstützung des Landes Tirol | Erste Unternehmenspartner: Liebherr und Prinoth

Mit Unterstützung des Landes Tirol wurde kürzlich an der Unternehmerischen Hochschule® ein „Digital Twin Lab“ eingerichtet, das Tiroler Unternehmen dabei unterstützt, Kompetenzen im Bereich der Gesamtmaschinensimulation auf- und auszubauen und somit Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und effektiver zu gestalten. Das MCI bringt dabei seine international anerkannte Expertise in Produktentwicklungsprozessen insbesondere im Bereich Mechatronik und Automatisierung ein.

Konkret wird es im Digital Twin Lab am MCI möglich sein, aufwändige Testreihen bei der Entwicklung von Arbeitsmaschinen einzusparen und somit die Zeit bis zur Markteinführung drastisch zu verkürzen. Zu Buche schlagen nicht nur die damit verbundenen Kosteneinsparungen, sondern auch die höhere Geschwindigkeit, mit der proaktiv auf Marktanforderungen reagiert werden kann.

Erste Erfolge können bereits verbucht werden: Die beiden international erfolgreichen Unternehmen Liebherr und Prinoth sind in das Projekt eingestiegen. Getestet, weiterentwickelt und optimiert werden Planierraupen der Lieberherr-Werk Telfs und Pistenfahrzeuge von Prinoth aus der Leitner Gruppe mit Sitz in Sterzing und Telfs.

Hintergrund:
Bei „Digitalen Zwillingen“ (Digital Twins) geht es um die virtuelle Abbildung und Optimierung von mobilen Arbeitsmaschinen. Mittels numerischer Simulation und empirischer Ergebnisse können auf dem Computer sehr aussagekräftige simulative Abbilder realer komplexer Geräte erzeugt und Betriebssituationen nachgestellt werden. Auf diese Weise können schon sehr früh im Entwicklungsprozess Erkenntnisse über das Verhalten, mögliche Schwachstellen und Optimierungserfordernisse der Maschinen im realen Betrieb gewonnen und auf die Konzepte übertragen werden. Ziel ist eine schnellere und validere Produktentwicklung, die sich für die Unternehmen positiv auf deren internationale Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Statements:

„Das neue Kompetenzzentrum setzt einen Meilenstein in der Unterstützung heimischer Maschinenbauer in Hinblick auf Innovationen, Standortsicherung und die Produktentwicklung“, betont Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. „Seitens des Landes Tirol freut es uns, dass wir den heimischen Industriebetrieben mit dem MCI einen kompetenten Partner für die Forschung und Entwicklung zur Verfügung stellen können.“

   Ulrich Hammerle, Technischer Geschäftsführer Liebherr-Werk Telfs GmbH:  „Im ‚Digital Twin Lab‘  sieht die LIEBHERR Werk Telfs GmbH ein in seiner Zusammensetzung weltweit einmaliges Kompetenzzentrum. Thematisch wird die virtuelle Simulation von industriell genutzten Off-Road Raupenfahrzeugen bearbeitet. Durch die simulationsfähige Abbildung aller Funktionen der Maschine ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Beispiele dafür sind die Effizienz- oder Funktionsverbesserung unserer Arbeitsmaschinen, aber auch die zielgerichtete Entwicklung von Assistenz- und Automatisierungssystemen.“

   Martin Kirchmair, Leiter Forschung & Entwicklung für Pistenfahrzeuge bei Prinoth: „Für PRINOTH sehen wir im Kompetenzzentrum eine große Chance, um in Zukunft unsere Produktentwicklung noch effizienter und besser zu gestalten. Das Ziel ist mit Hilfe des Digital Twin unsere Produkte bereits am Computer simulieren und optimieren zu können und somit für neue Herausforderungen wie z.B. autonome Funktionen gerüstet zu sein, und auch ‚time to market‘ reduzieren zu können.“

   Michael Kraxner, Leiter Forschung & Entwicklung am MCI, freut sich über die positiven Synergien: „Wir ergänzen und vertiefen vorhandene Forschungsfelder für und gemeinsam mit den heimischen Industriebetrieben. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

   Mechatronik-Studiengangsleiter Andreas Mehrle ergänzt: „Toll, dass wir mit unserer Expertise zu Innovativität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beitragen können. Gewinner sind nicht nur die Unternehmen, sondern auch unsere Studierenden.“

Weitere Informationen unter: https://www.mci.edu/de/medien/news/2263-kompetenzzentrum-digitaler-zwilling-am-mci-gestartet

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Technologie News 04/2019

Programmierbare Materialien:
Programmierbare Materialien verleihen Werkstoffen neue Fähigkeiten. Dabei wird nicht das Material selbst geändert, sondern dessen Struktur – etablierte Werkstoffe werden neu aufgebaut und erhalten durch die Strukturierung gezielt neue Eigenschaften und Funktionen. So können die Materialeigenschaften nach Bedarf verändert und etwa Form­gedächtnis­eigenschaften gezielt programmiert werden. Eine mögliche künftige Anwendung sind etwa Armaturenbretter in Autos, die überall steif, an definierten Punkten aber nachgiebig sind. Solche Stellen könnten als Schalter genutzt werden, bei denen der Kunststoff selbst der Schalter ist – ein ganzes Schaltsystem aus Empfänger, Leiter und Aktuator würde entfallen. Durch die Programmierung können sich die Materialien zudem auch automatisch an sich verändernde Bedingungen in vorherbestimmter Weise anpassen. Sie reagieren dabei auf äußere Stimuli wie etwa Lichteinstrahlung, Temperatur, Druck uvm. und können davon abhängig ihre Form oder Eigenschaften wie Durchlässigkeit, Härte, Dichte, Wärme- und Stromleitfähigkeit verändern. Meist werden solche programmierbaren Materialien mit einem 3D-Drucker hergestellt, daher wird die Technologie häufig auch als 4D-Druck bezeichnet. Nähere Informationen unter: www.fraunhofer.de/programmierbare-materialien

Affective Computing / Emotional AI:
Der Begriff „Affective Computing“ oder auch „Emotional AI“ stammt aus dem Forschungsbereich der Mensch-Maschine-Kommunikation. Dabei geht es um Methoden, mit denen Computersysteme mittels Einsatz von KI-Verfahren (wie zB Computer Vision, Spracherkennung und maschinelles Lernen), die Emotionen, Persönlichkeit und Intentionen von Nutzern erkennen und entsprechend darauf reagieren können. Durch „empathische“ KI-Systeme soll die Akzeptanz und Bereitschaft zur Interaktion bei menschlichen Nutzern erhöht werden. Gleichzeitig soll die KI verstehen, wie es dem Menschen gerade geht und vorhersagen können, was er als nächstes tun wird. Eingesetzt werden kann Affective Computing etwa bei digitalen Assistenten und Chatbots, bei der Mensch-Roboter-Interaktion und in zahlreichen Geschäftsbereichen wie Marketing und Customer Relationship Management. Aber auch der Einsatz im Gesundheitswesen, in Smart Homes oder bei Fahrassistenzsystemen verspricht enorme Potenziale. Nähere Informationen unter: t3n.de/emotion-ai

Micro-Mobility:
Abseits vom großen Branchenthema der autonomen Fahrzeuge hat sich im Mobilitäts­bereich ein neuer Boom entwickelt: Die Mikromobilität. Immer häufiger sind vor allem in Städten Menschen auf Elektrorollern, E-Bikes und E-Tretrollern zu beobachten. McKinsey beziffert das Marktpotenzial der Mikromobilität bis 2030 auf weltweit $ 500 Mrd. im Jahr 2030, davon $ 150 Mrd. in Europa und geht davon aus, dass der Markt zweimal so schnell wachsen wird wie Car-Sharing. Das Potenzial der Mikromobilität ergibt sich vor allem aus zwei Faktoren: Mittlerweile lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, wo diese Form der Mobilität oft das schnellste Verkehrsmittel darstellt, um kürzere Strecken zurückzulegen. Dazu kommt, dass E-Tretroller und Co. relativ günstige und intuitive Fortbewegungsmittel sind, auf die im Sinne der Sharing-Economy unkompliziert zurückgegriffen werden kann. Auch große Automobilhersteller wie VW oder BMW sind bereits auf das Thema Mikromobilität aufmerksam geworden und bieten eigene Produkte und Services an. Link zur McKinsey Studie: www.mckinsey.de/micromobility  

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Industrie im Portrait: F&E bei der ematric

Die ematric gmbh ist ein Tiroler Unternehmen und weltweit im Bereich Mechatronik und Automatisierungstechnik tätig. Unsere Kernkompetenz liegt dabei in der Softwareerstellung, Visualisierung, Robotik, mechanischer Konstruktion von Sonderanlagen, E-Planung, der Digitalisierung und der Inbetriebnahme von Produktionsanlagen sowie deren An­bindung an Leit- und Logistiksysteme. Wir betreuen und unterstützen unsere Kunden und Partner im Rahmen der Gesamtabwicklung durch alle Phasen eines Projektes von der Planung bis zur Abnahme des Gesamtgewerks.

Ein zentrales Kriterium einer zeitgemäßen Produktionsanlage ist ihre Flexibilität. Einerseits werden Kundenwünsche immer individueller, andererseits fordert die Industrie Systeme, welche in der Lage sind, undefinierte Rohstoffe automatisiert zu bearbeiten.

Gerade in der Lebensmittelverarbeitung entspricht die natürliche biologische Variation der Rohstoffe einer zentralen Herausforderung für den Bereich der Automatisierungstechnik. Jedes Produkt ist unterschiedlich. Dementsprechend müssen für eine automatisierte Bearbeitung die Eigenschaften jedes individuellen Produktes bestimmt werden. Die dafür benötigte Sensorik erstreckt sich von hochauflösenden Methoden zur dreidimensionalen Vermessung bis hin zur Inline-Computertomographie. Die ematric arbeitet dazu im Rahmen von kooperativen Forschungsprojekten an der Entwicklung von Algorithmen zur Daten­analyse. Ziel ist dabei die Entwicklung autonomer Robotersysteme für industrielle Anwen­dungen, die in der Lage sind, Produkte zu identifizieren sowie auf Defekte zu untersuchen. Das System entscheidet selbstständig, ob der Defekt entfernt werden kann. Ist dies der Fall, werden individuelle Bearbeitungsszenarien geplant, welche anschließend von Robotern ausgeführt werden. Als zusätzliche Herausforderung müssen die Systeme in der Lage sein, den in der Lebensmittelbranche hohen Durchsatz, welcher in Abhängigkeit vom Produkt im Bereich von mehreren 1.000 Stück pro Stunde liegt, zu verarbeiten.
Ing. Rainer Haag, Geschäftsleitung

Nähere Informationen unter: www.ematric.com

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Industrie treibt Forschung in Tirol voran

Der Unternehmenssektor und damit zu einem guten Teil die Industrie treiben die F&E-Investitionen in Tirol voran. Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria über die F&E-Entwicklung auf Basis 2017 zeigen für Tirol ein interessantes Bild. Die F&E-Quote lag 2017 bei 2,87%; die Industriellenvereinigung zielt mittelfristig auf einen Wert über 3,5 %.

Der öffentliche und der private Sektor haben 2017 in Tirol zusammen
968 Mio. Euro für F&E ausgegeben. Damit liegt Tirol mit Ausgaben von 1.307,50 Euro pro Einwohner im Bundesländervergleich an vierter Stelle. Die Unternehmen haben gegenüber 2015 ihre Ausgaben von 477,2 auf
523,8 Mio. Euro und das Land Tirol von 36,2 Mio. auf 39,7 Mio. Euro gesteigert. Der Beitrag des Bundes ist im selben Zeitraum von 289,3 auf 253,5 Mio. Euro gesunken. Im Ergebnis bedeutet das für 2017 eine von
3,14 % auf 2,87% leicht gesunkene F&E-Quote in Tirol. Im Vergleich zu führenden Industrieregionen in Europa, die eine F&E-Quote zwischen drei und fünf Prozent aufweisen, zeigt sich also ein deutlicher Aufholbedarf.

Die Unternehmen – hauptsächlich die Industrie – tragen also den größten Teil der F&E-Ausgaben. Pro Einwohner geben Tiroler Unternehmen
700 Euro für F&E aus und liegen damit im Ländervergleich im guten Mittelfeld. Auch das Land Tirol investiert viel in die Zukunftsthemen Forschung und Entwicklung. Bei den Ausgaben des Landes pro Einwohner liegt Tirol im Ländervergleich an dritter Stelle. Von den Bundesausgaben lukriert Tirol 11 %, wovon der größte Anteil davon in den Universitätsbereich geht. Aufholbedarf gibt es bei den EU-Mitteln: nur 5,3 % der Mittel, die nach Österreich flossen, gingen nach Tirol.

„Die F&E-Quote ist ein wesentliches Merkmal für die Qualität eines Industriestandorts. Unsere Unternehmen und das Land Tirol nehmen ihre Verantwortung wahr, um Tirol weiterzubringen. In Zukunft muss es uns gelingen, mehr FFG-Mittel und mehr EU-Mittel aus dem Horizon-Programm anzusprechen und abzurufen. Unser Ziel ist es, Tirol mittelfristig auf eine F&E-Quote von deutlich über 3,5 % zu bringen“, stellt der Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Christoph Swarovski, fest.

Hinweis: Die Zahlen aus dem Jahr 2017 sind die derzeit aktuellsten und wurden Anfang August von Statistik Austria veröffentlicht.


Coding4Kids

Coding4Kids – Spielerisch die Welt der Digitalisierung entdecken

© Tirol TV GmbH

Der Informatikunterricht an den Schulen endet oft bei Word und Excel. Dabei bestimmen Apps und Co. längst unseren Alltag. Die Initiative Coding4Kids soll diese Lücke schließen: Kids im Alter von 10 bis 14 Jahren lernen spielerisch programmieren. Eine Woche lang sitzen die Kinder in den Ferien im Klassenzimmer. Viele arbeiten am Abend zu Hause weiter mit dem Programmiersystem Scratch. Es ist als Baukastensystem aufgebaut. Die fertig programmierten Spiele stellen die Kinder am Abschluss der Woche ihren Eltern vor.

Ziele der Woche sind verborgene Talente zu entdecken und Schwellenängste abzubauen. Die zentrale Botschaft ist: IT ist nicht kompliziert. In Innsbruck findet darüber hinaus dieses Jahr ein eigener Mädchenkurs statt. Insgesamt nehmen in Tirol 300 Kinder an Coding4Kids teil. Die Kurse sind restlos ausgebucht. Für die Kinder ist die Teilnahme kostenlos. Die Initiative wird von der Wirtschaftskammer Tirol und der Industriellenvereinigung Tirol finanziert.

DAKA

Intelligente Müllkübel von DAKA

DAKA stattete in der Stadt Schwaz 90 öffentliche Müllkübel mit High-Tech-Sensoren aus. Ziel: Mehr Bürgerservice, höhere Effizienz und weniger Leerfahrten.

„Heute beginnt die Zukunft der Abfallwirtschaft“, zeigte sich Matthias Zitterbart (DAKA) erfreut. Durch den Einsatz von Sensoren schaffen wir mehr Bürgerservice, weniger Verkehr und unterstützen den städtischen Bauhof in der effizienten Routenplanung. Die Sensoren messen den aktuellen Füllstand der Müllkübel und senden die Daten an den Bauhof weiter. Ist er nur wenig befüllt, wird dem Bauhofmitarbeiter auf seinem Tablet angezeigt, dass eine Entleerung noch nicht notwendig ist. Ist er voll, wird eine Entleerung veranlasst. „Unnötige Fahrten fallen weg, was CO2 einspart und Lärm und Verkehr reduziert“, informiert Zitterbart. Durch die automatische Datenerfassung sollen überquellende Kübel der Vergangenheit angehören. Programmiert werden die Sensoren sowie Software vom Schwazer Start-Up füll.es.

© Tirol TV GmbH