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Technologie News 3/2019

Smart Spaces:
Das Forschungsunter-nehmen Gartner zählt Smart Spaces – physische oder digitale Um-gebungen, in denen Menschen und technik-gestützte Systeme miteinander agieren – zu den zehn disruptiven Technologietrends für das Jahr 2019. Die dadurch entstehenden Ökosysteme sind zunehmend vernetzt, koordiniert, offen und intelligent und können auf bestimmte Anwendungs­szenarien oder Zielgruppen zugeschnitten werden und so ein höheres Maß an Automatisierung und Interaktion ermöglichen. In Smart Spaces sind Menschen von zahlreichen Sensoren, Hightech- und IoT-Tools und oftmals selbstlernenden Systemen umgegeben, wodurch sich die Umgebung den Menschen anpasst und auf seine Bedürfnisse reagieren kann. Die Einsatzbereiche von Smart Spaces sind vielfältig und können mit Smart City oder Smart Home-Konzepten aber auch mit Digital Workplaces und vernetzten Fabriken verbunden werden. Am Arbeitsplatz können Smart Spaces durch eine intelligente Licht-, Temperatur- und Belüftungssteuerung oder eine automatisierte Organisation von Besprechungen und Raumbuchungen dabei helfen, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern und gleichzeitig Energiekosten zu senken. Ein Szenario für Smart Spaces am Arbeitsplatz findet sich unter: www.siemens.com/smart-spaces

Autonome Kollaboration – Die Zusammenarbeit mit intelligenten Dingen:
Autonome Dinge wie etwa Roboter, Drohnen oder selbstfahrende Fahrzeuge, können durch die Nutzung der künstlichen Intelligenz (KI) selbstständig Aufgaben übernehmen und ausführen, ohne dass ein wesentlicher Eingriff bzw. die Steuerung durch Menschen nötig ist. Die KI-Algorithmen erlauben die Interaktion mit Menschen und ihrer Umgebung. Autonome Dinge können aber auch untereinander interagieren und miteinander kooperieren. In Zukunft sollen sich autonome Systeme immer mehr vernetzen und zusammenarbeiten. Durch die Integration von maschinellen Lernverfahren und Ansätzen wie der Schwarmintelligenz werden diese Systeme zukünftig auch ohne zentrale Leitstellen auskommen und fähig sein, ihre Aufgaben vollständig autonom und dezentral abzuwickeln. Durch die dynamische Vernetzung der einzelnen Teilsysteme soll künftig eine vollständig autonome und standortübergreifende industrielle Fertigung möglich sein. Ein Beispiel aus der Praxis sind intelligente Transportroboter, die untereinander ohne zentrales Softwaremanagement entscheiden, welches Fahrzeug welchen Auftrag übernimmt. Die Roboter stimmen sich in ihrem Handeln ab und unterstützen sich, etwa indem ein Transportroboter Veränderungen in seiner Umgebung an die anderen Roboter mitteilt. Ein Beispiel für die Kollaboration autonomer Roboter in der Industrie findet sich unter: www.robotik-produktion.de/transportroboter-mit-teamgeist

Predictive Logistics:
Künstliche Intelligenz (KI) stellt auch für die Intralogistik von Unternehmen einen der vielversprechendsten Technologietrends dar. Ob in Form von intelligenten fahrerlosen Transportleitsystemen, der automatischen Erkennung von Waren oder der Überwachung von Wareneingängen, die Möglichkeiten des Einsatzes von KI in der innerbetrieblichen Logistik sind vielfältig. Ein Konzept zur Nutzung von KI im Bereich der Intralogistik ist Predictive Logistics auch Anticipatory Logistics genannt. Ziel dieses Konzepts ist die Optimierung von Transporten und der Lagerhaltung durch die Nutzung von voraus­schauenden Predictive Analytics Methoden, die auf Basis von umfangreichen Daten­analysen die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse voraussagen. Ein Beispiel für die Nutzung von Predictive Logistics ist Amazon: Auf Basis verschiedener Datenanalysen und voraussehender Analyse-Methoden leitet der Onlinehändler die Wahrscheinlichkeit für sich anbahnende Produktkäufe ab und versendet die entsprechenden Produkte bereits vor dem tatsächlich getätigten Kauf in nahegelegene Lager- oder Distributionsstätten. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der prädikativen Logistik ist das Konzept des Estimated Time of Arrivals – also die Fähigkeit eines Unternehmens zu wissen, wann und wo seine Waren ankommen werden. Auch für die vorausschauende Wartung von Intralogistik-Systemen und -komponenten wie Förderbändern, Leitständen uvm. ist damit möglich. Nähere Informationen unter: www.computerweekly.com/Predictive-Logistics

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Industrie im Portrait: F&E bei Tiroler Rohre

Wir verstehen uns als produzierendes Tiroler Traditionsunternehmen für Rohr- und Pfahlsysteme aus duktilem Gusseisen für die Wasserwirtschaft und den Spezialtiefbau. Innovation und Weiterentwicklung sind für uns von essentieller Bedeutung, da wir nur so am hart umkämpften Markt bestehen können.“
Max Kloger, Geschäftsführer der Tiroler Rohre GmbH.

Max Kloger, Tiroler Rohre

Die Tiroler Rohre GmbH ist weltweit tätig, der Kernmarkt ist Europa. Seit 1947 richten sich die Handlungen des Unternehmens an Qualität, Sicherheit, gegenseitigem Vertrauen und Respekt aus. Als zuverlässiger und kompetenter Partner werden wir auch von unseren Kunden wahrgenommen. Die nachhaltigen Eigenschaften des duktilen Gusseisens, innovative Produkttechnologien sowie professionelle Kompetenz in den Anwendungsbereichen unserer Kunden machen uns zum führenden Problemlöser in der Wasserwirtschaft und im Tiefbau. Vor allem in der Produktion werden immer wieder neue Wege beschritten, wie ein Patent auf das System zur Wanddickenmessung in der Produktion zeigt.

Auf der Baustelle werden die Rohre mittels beweglichen Steckmuffen-Verbindungen zu einem Rohrstrang verbunden. Durch verschiedene Weiterentwicklungen und Innovationen bieten wir hier neben der klassischen Steckmuffenverbindung auch eine schub- und zugsichere Alternative, die vor allem bei Beschneiungs- und Turbinenrohren angewandt wird. Als neuestes Produkt bietet die Tiroler Rohre GmbH ein noch widerstandsfähigeres, zementummanteltes Rohr, ZMU-Austria, an, das für alle Bodenklassen geeignet ist.

Unser Pfahlsystem wird bei Bauwerksfundierungen im Spezialtiefbau eingesetzt. Auf der Baustelle werden die Pfähle mit Hilfe eines hydraulischen Schnellschlaghammers mit bis zu 220 Tonnen in den Boden eingetrieben. Innovative, das System ergänzende Produkte, wie Pfahlkupplungen, Pfahlschuhe, Rammspitzen und Pfahlkopfplatten sind wichtige Komponenten, um ein zukunftsträchtiges und auf lange Zeit wettbewerbsfähiges Pfahlsystem anbieten zu können.

Nähere Informationen unter: www.trm.at

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Mehrwert durch intelligente Verbindung von Daten und Objekten

Die Welt vernetzt sich in zunehmendem Tempo. Die Veranstaltung der IV-Tirol zum Thema „IoT-Tools“ hatte zum Ziel, fachkundigen Mitgliedern einen praxisorientierten Einblick in die Welt der „vernetzten Kommunikation von Maschinen“ zu geben.

Eugen Stark, Isabella Doppler, Martin Buber, Maximilian Roth (v.l.n.r.)
© IV-Tirol

Im „Internet of Things“ (IoT) – auch Internet der Dinge genannt – werden Maschinen und drahtlose Sensoren miteinander vernetzt. Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 etwa 21 Milliarden intelligente Sensoren im IoT vernetzt sein werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielfältig, etwa für eine vorausschauende Wartung von Produktionsmaschinen sowie im Bereich Smart City. Entsteht beispielsweise in städtischen Wassersystemen ein Leck, so melden die Sensoren sofort derartige Defekte.

Drahtlose Kommunikation

Martin Buber, Business Development Manager bei Microtronics, meinte: „Auf dem Weg zur vernetzten Kommunikation ist noch lange nicht alles umgesetzt. Viele neue Technologien müssen sich erst etablieren – gerade in Richtung drahtloser Kommunikationssysteme oder bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.“

Auch Maximilian Roth, Business Development bei Fraunhofer am Institut für Integrierte Schaltungen, ging auf die Vernetzung von Objekten mit dem Internet ein, erläuterte dabei die 5G-Technologie oder Low Power Wide Area Networks (LPWAN) sowie Technologien zur Übertragung ganzer Datenpakete. In diesem Zusammenhang sprach der Experte auch über technische Leistungsmerkmale wie Reichweite, Energieeffizienz, Störfestigkeit oder Skalierbarkeit.

IoT-Lösungen

Die Wertschöpfungskette von IoT-Lösungen besteht aus mehreren Elementen: Dem physischen Produkt, den Sensoren, aus Connectivity-Technologien bzw. aus digitalen Services. Ein Mehrwert wird durch die intelligente Verbindung von Daten und Objekten erzeugt. Sehr viele Technologien im Bereich der IoT-Lösungen sind dabei, sich neu zu positionieren und zu etablieren – auch drahtlose Kommunikationssysteme.

F&E bei TRM in Hall

Technologische Trends mit Relevanz für die Tiroler Industrie

Beim Treffen der Forschungsexperten der Tiroler Industrie in Hall ging es um das neue „Welcome Service“ sowie um innovative technologische Trends.

Industrie-Experten der F&E Plattform im Werk der Tiroler Rohre GmbH © Tiroler Rohre

Das Mitgliedsunternehmen Tiroler Rohre GmbH in Hall lud die F&E-Experten der IV-Tirol ein, den Betrieb zu besichtigen und sich auszutauschen. Max Kloger, der Geschäftsführer, berichtete über die Entwicklung des Unternehmens. Harald Tschenett, Leiter der Produktion, führte die Gruppe durch das Werk.

Willkommen in Tirol
Als weiteren Programmpunkt stellte Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, das neue „Welcome Service“ vor. Eine Plattform, die internationalen Fach- und Führungskräften als erste Anlaufstelle dienen und über Arbeit, Leben und Wohnen informieren soll. Die Integration in den Lebensraum Tirol berücksichtigt neben der rein informativen und praktischen Ebene auch soziale Komponenten. Initiatoren dieser Einrichtung sind IV-Tirol, WK-Tirol, Tiroler Hochschulen sowie das Land Tirol.

Technologische Trends
Der Experte Marin Baraba, Future Management Group AG, sprach über technologische Trends: „Die Zukunft ist schon da und sie wird sich rasanter entwickeln als die Vergangenheit“, so der deutsche Experte. Es sei wichtig, die relevanten Zukunftsfaktoren aktiv in konkrete Strategien umzuwandeln. Denn Veränderungen passieren schneller als man denke – ob man wolle oder nicht. Man könne sie als Chance oder als Gefahr wahrnehmen. Tatsache sei, dass die Roboter-Bevölkerung schneller als die Menschen-Bevölkerung steige. 2025 würden Maschinen erstmals mehr als Menschen arbeiten. In hochautomatisierten Ländern würde es aber dennoch weniger Arbeitslose geben, als in anderen Ländern.

Wechsel des Vorsitzenden
Werner Ritter von Siemens gab beim 21. Treffen der F&E-Plattform seinen Vorsitz weiter an Albert Rössler von der Adler-Werk Lackfabrik. Der IV-Tirol GF Eugen Stark bedankte sich bei Ritter für das jahrelange Engagement und seine aktive Mitwirkung seit Gründung der F&E-Plattform. Viele Impulse aus dieser Einrichtung wurden erfolgreich in Tirol umgesetzt. Rössler bedankte sich für das Vertrauen und freut sich auf seine neue Aufgabe.

MINT-Gütesiegel

4 Tiroler Schulen mit „MINT-Gütesiegel“ ausgezeichnet

Mit dem „MINT-Gütesiegel“ werden all jene Bildungseinrichtungen ausgezeichnet, die auf innovative Lern- und Lehrmethoden und fächerübergreifenden MINT-Unterricht setzen. Sie schulen digitale Kompetenzen und suchen die Vernetzung mit innovativen Unternehmen und Hochschulen, um moderne Berufsbilder zu vermitteln. Aber auch genderorientierter Unterricht und die laufende Professionalisierung der MINT-Pädagoginnen und Pädagogen gehören zum Profil.

© Mint Gütesiegel

Aus Tirol wurden vier Schulen mit dem begehrten MINT-Gütesiegel 2019-2022 ausgezeichnet:

  • Volksschule Vils
  • Volksschule Arzl
  • Bundesgymnasium und Bundes-Oberstufenrealgymnasum St. Johann in Tirol
  • Technisches Gymnasium Telfs (BRG/BORG Telfs)

Mit der diesjährigen Ausschreibung ist die „MINT-Schul-Community“ in Summe auf 336 Schulen und Kindergärten angewachsen. Das MINT-Gütesiegel hat sich damit zu einem Leuchtturmprojekt in Österreich entwickelt, der im Bildungsbereich immer breitere Verankerung findet.

Das MINT-Gütesiegel ist eine bundesweit gültige Auszeichnung von BMBWF, IV, Wissensfabrik und PH Wien für innovatives Lernen in MINT vom Kindergarten bis zur Matura. Die Projektpartner verfolgen mit der Initiative mittelfristig die Zielsetzung, flächendeckend mehr Begeisterung der Jugend für MINT und seine Bildungs- und Berufsfelder auszulösen. Dabei geht es nicht zuletzt darum, den Fachkräftemangel im Forschungs- und Innovationsbereich zu entschärfen. Ausgezeichnete Schulen werden auf der „MINT-Landkarte Österreich“ unter www.mintschule.at verortet. Das Gütesiegel ist für drei Jahre gültig, eine Wiedereinreichung ist möglich. 

Rückblick und Fotos unter: https://bit.ly/2wCMtFx

KMU-JI-Robotikzentrum

Unternehmen setzen Digitalisierungsprojekte systematisch um

Mitglieder der IV-Tirol tauschten sich im Zentrum für Robotik, Produktion & Automatisierung am MCI über ihre Erfahrungen mit Projekten zur Digitalisierung aus.

© IV-Tirol

Gemeinsam mit der Jungen Industrie lud die KMU-Plattform der IV-Tirol ihre Mitglieder ein, um Beispiele aus den Betrieben im Zuge der digitalen Transformation zu diskutieren. Nach Vorstellung der Unterstützungsmöglichkeiten für F&E-Projekte durch das neue Robotik-Zentrum, bat MCI-Lektor Benjamin Massow die Unternehmer um ihre Inputs.

Martin Pichl, Pichl Medaillen GmbH, zeigte auf, wie sein Weg über Forschungsanträge hin zur Abwicklung von zunächst drei Projekten führte. Letztlich komme man nur weiter, wenn auch die Mitarbeiter im Unternehmen die Digitalisierung mittragen. Ob im Bereich der Automatisierung, bei Online-Systemen, 3D-Druckern, bei der Programmierung von Gravuren – auch die Belegschaft müsse den Wandel mittragen und gestalten.

Markus Dax, Steka-Werke Techn. Keramik GmbH & Co. KG, informierte über die Einführung neuer Systeme und den kontinuierlichen Wandel beispielsweise von der händischen Erfassung über ERP (Enterprise Resource Planning) bis hin zu Cloud-Lösungen. Die digitale Transformation helfe auch, Bürokratie abzubauen und wichtige Innovationsschritte voranzutreiben. Die Nachvollziehbarkeit diverser Prozessschritte sowie die Rückverfolgbarkeit von Daten seien für Steka von besonderer Bedeutung.

David Lindner, Lindner Traktorenwerk GesmbH, nützt die Digitalisierung auch für die Suche nach praktischen innerbetrieblichen Lösungen – etwa im Bereich der Administration oder bei der Reduktion eines zu hohen Lagerstandes. Auf dem Gebiet der Logistik gehe es auch darum, die Fahrzeuge dem Kunden zugänglicher zu machen. Durch die Integration digitaler Systeme in den betrieblichen Alltag, gelinge es immer besser, die gesamte Fertigung auf unterschiedliche Kundenwünsche auszurichten.

Wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Abteilungen eines Unternehmens in die Entwicklung einer Industrie 4.0-Vision eingebunden werden können, zeigte Maximilian Ulrich von Fraunhofer Austria auf.  In seiner Präsentation „Reifegradmodell – Technologiepotentiale strukturiert heben“ erläuterte der Experte, wie Digitalisierung im betrieblichen Alltag systematisch umgesetzt werden kann.

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Girls‘ Day – Mädchen sind in der Tiroler Industrie willkommen

Sei es beim Besuch einer Lehrwerkstatt oder beim Austausch mit Mitarbeiterinnen von der Jenbacher Unternehmenssparte INNIO – Mädchen hatten die Möglichkeit, ihre technischen Fähigkeiten zu erproben.

Um die Neugier der Mädchen zu wecken und sie auf die Idee zu bringen, dass auch ein technischer Beruf der richtige für sie sein könnte, organisiert die amg-tirol jährlich den Girls` Day in Tirol. Heuer boten 63 Tiroler Unternehmen – auch Mitglieder der IV-Tirol – sowie Ausbildungsstätten insgesamt 570 Schülerinnen aus 33 Schulen ein vielfältiges Programm an. Dabei konnten die Mädchen technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe hautnah kennenlernen. Reinschnuppern, Mitmachen, Anpacken war dabei ausdrücklich erwünscht.

In Unternehmen und Ausbildungsstätten konnten sich Mädchen der siebten Schulstufe über – nicht unbedingt traditionelle – Frauenberufe informieren. Vor Ort konnten sie zukunftsorientierte Arbeitswelten kennenlernen und sich über vielfältige Karrieremöglichkeiten informieren: Etwa im Bereich Elektrotechnik oder Mechatronik – beispielsweise bei Siemens in Innsbruck – oder im Zentrum für Robotik, Produktion und Automatisierung, einer Kooperation von IV-Tirol und Unternehmerischer Hochschule® MCI.

Schnuppertag bei INNIO

Zehn Schülerinnen durften im Rahmen des Girls’ Day 2019 einen Schnuppertag bei INNIO in Jenbach verbringen und damit die Arbeitswelt eines weltweit führenden Anbieters von Gasmotoren und Energieanlagen kennenlernen. Diese Initiative richtete sich gezielt an Mädchen, um die Angst und Scheu vor Naturwissenschaften und Technik in der Praxis abzubauen. Gerade das Schnuppern in Industriebetrieben soll eine Trendwende in der Berufsorientierung von jungen Damen herbeiführen. Es geht darum, eigene Stärken und Interessen abseits der traditionellen Geschlechterklischees kennenzulernen und die eigenen beruflichen Perspektiven zu erweitern.

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EGGER investiert in Automatisierung

Die Fa. Egger investiert am Stammwerk in St. Johann in Tirol 20 Millionen Euro in neue automatisierte Maschinen, mit denen jährlich 26 Millionen Quadratmeter an Möbelplatten hergestellt werden können. So bleibt das Tiroler Holzunternehmen fit für die Zukunft.

Mehr über hochinnovative Tiroler Betriebe und dortige Karrieremöglichkeiten erfahren Sie auf: industrie.tirol


© Tirol TV GmbH
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Technologie News 2/2019

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Digital Twins:
Ein Digital Twin – also ein digitaler Zwilling – ist ein virtuelles Abbild einer realen Entität oder eines realen Systems, etwa eines Prozesses, einer Anlage oder eines Produkts. Digital Twins verbinden die reale und die virtuelle Welt, wobei der reale (physische) und der virtuelle (digitale) Zwilling laufend und über den gesamten Lebenszyklus hinweg Daten austauschen (zB auch nach der Auslieferung einer Anlage oder eines Produkts). Daten aus dem laufenden Betrieb fließen dabei in das Modell des digitalen Zwillings ein und können zur Optimierung von Anlagen oder Prozessen, für Fehlerbehebungen oder Updates genutzt werden. Auch können Änderungen am Produktionsprozess zuerst virtuell am digitalen Zwilling erprobt werden, bevor sie auf den realen Prozess übertragen werden. Die Einsatzbereiche für digitale Zwillinge sind vielfältig: Neben dem Produktionsprozess können sie zB in der Logistik zur Simulation, Visualisierung und Optimierung des Materialflusses genutzt werden oder Zustandsdaten von vernetzten Fahrzeugen abbilden (zB Motorzustand, Geoinformationen) oder auch in Smart Homes, bei Energieerzeugungsanlagen uvm eingesetzt werden.
Nähere Informationen unter: deloitte.com/digital-twins

Smart Contracts im Internet of Things:
Smart Contracts basieren auf der Blockchain-Technologie und ermöglichen eine vollautomatische Durchführung von Verträgen und Handlungen – ohne dass dafür ein Mensch eingreifen muss. Dadurch können sie in Zukunft einen wesentlichen Enabler für das Zusammenwirken von smarten Geräten im Internet of Things (IoT) darstellen. Mittels Regeln und Anführungsanweisungen können vorgegebene Prozesse auf der Blockchain automatisiert und dezentral ausgeführt werden. Dabei stellt das Blockchain-Prinzip die Manipulationssicherheit, Integrität und Zurechenbarkeit der übermittelten Daten sicher und erlaubt ein ereignisgesteuertes und autonomes Handeln der IoT-Geräte. Dabei werden alle Vorgänge in der Blockchain gespeichert und sind jederzeit einsehbar. Im IoT vernetzte Geräte können so selbstständig miteinander kommunizieren, sich koordinieren und sogar eigenständig Transaktionen durchführen. Vorstellbar sind hier u.a. die autonome Bestellung von Produktionsinputs oder Ersatzteilen durch Maschinen oder die autonome Abrechnung von Nutzungsentgelten, Energiekosten etc.
Nähere Informationen unter: digitaleweltmagazin.de/blockchain-im-internet-der-dinge/

Einsatz von KI-Systemen im Bereich Cyber Security:
Die rasant voranschreitende Digitalisierung in den Unternehmen und eine fast allgegenwärtige Konnektivität durch die massiv steigende Anzahl an Sensoren, Daten und globalen Netzwerken versprechen nicht nur neue Geschäftsmöglichkeiten und Wettbewerbspotenziale, sondern führen auch dazu, dass die Risiken aus dem Cyber-Raum ebenso rasch zunehmen: Alleine 2016 wurden 357 Millionen neue Malware-Varianten freigesetzt und Cyberangriffe auf Unternehmen haben sich in den letzten Jahren verdoppelt. Um für die steigenden und vielfältigen Bedrohungen aus dem Netz gerüstet zu sein, sollen Cyber-Security Systeme basierend auf künstlicher Intelligenz in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Cyber-Security von Unternehmen einnehmen. Diese können dazu eingesetzt werden, IT-Systeme autonom und rund um die Uhr zu überwachen, potenzielle Angriffe zu entdecken und zu verhindern. KI-Security-Systeme sind lernfähig, adaptiv und können Anomalien in Echtzeit erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten, wenn sie verdächtige Vorgänge oder Bedrohungen registrieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Cyber-Security-Technologien reagieren KI-Systeme dabei nicht nur auf bereits bekannte Malware- oder Virusprogramme, sondern können auch unbekannte Bedrohungen erkennen und verhindern.
Nähere Informationen unter: it-daily.net/it-sicherheit/cyber-defence

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Industrie im Portrait: F&E Bei Swarovski Optik

„Als Hersteller erstklassiger Fernoptik müssen wir bei SWAROVSKI OPTIK der Zeit stets einen Schritt voraus sein. Die Entwicklung und Fertigung komplexer, hochinnovativer Ferngläser, Teleskope und Zielfernrohre erfordert nicht nur Mut, sondern auch ein hohes Maß an Forschungsaktivitäten im Bereich der Produktentwicklung und Produktionstechnologie. Durch die Weiterentwicklung der optischen und mechanischen aber zunehmend auch der elektronischen Funktionalitäten unserer Erzeugnisse haben wir die Fernoptikbranche immer wieder revolutioniert.“ –Gerd Schreiter, SWAROVSKI OPTIK KG, Vorstand Technik

Gerd Schreiter, Swarovski Optik

SWAROVSKI OPTIK ist heute einer der Weltmarktführer in der Fernoptik. An die Spitze der Branche haben uns neben intensiver Kundenorientierung und höchster Servicequalität insbesondere auch tiefgreifende Innovationen gebracht. Diese resultieren aus unseren intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich modernster elektronischer und opto-mechanischer Technologien. In den letzten Jahren war es uns ein besonderes Anliegen, digitale, elektronische Funktionen in unsere Produkte zu integrieren, um unseren Kundinnen und Kunden noch mehr Einsatzmöglichkeiten für Ferngläser, Teleskope und Zielfernrohre zu bieten. Hier forschen und entwickeln wir in softwarebasierten Bereichen wie Sensorik, Informationsdarstellung aber auch hinsichtlich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Dank unserer Innovationskraft setzen wir immer wieder neue Maßstäbe, die wir durch eine Vielzahl von Patenten absichern.

Neben der Produktentwicklung legen wir vor allem Wert auf die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Produktion. Damit geht eine kontinuierliche Weiterentwicklung modernster Produktionstechnologien einher, da dies im internationalen Wettbewerb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Als Basis für die Digitalisierungsstrategie unterstützt uns im Produktionsbereich ein konsequent verfolgtes Lean-Management. So setzen wir in einer ersten Phase vor allem auf die Vernetzung von Maschinen zur Datenerfassung und elektronischen Auftragssteuerung. Darauf aufbauend werden weitere digitale Technologien hinzukommen, die in nicht allzu ferner Zukunft zu einem digitalen Produktionsleitstand führen werden.

Nähere Informationen unter: swarovskioptik.com/innovationen