Automation robotic industry picking automotive parts with CNC machine in manufacturing

IV-Tirol und MCI starten Robotik-Zentrum

Service- und Anlaufstelle für Industriebetriebe – Mehrwert durch Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Industriellenvereinigung Tirol (IV Tirol) und die Unternehmerische Hochschule® (MCI) starten gemeinsam ein Zentrum für Robotik, Produktion und Automatisierung. Das Zentrum wird als Service- und Anlaufstelle für Industriebetriebe dienen und diese bei der Implementierung von neuen Technologien unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf technikorientierten Innovationen insbesondere der industriellen Robotik sowie der Automatisierung. Mögliche Themen sind beispielsweise sichere Mensch-Roboter-Anwendungen, das „Internet der Dinge“, Virtual Reality, modernste Bildverarbeitungssysteme und vieles mehr. Darüber hinaus sollen durch gezielte Kooperationen mit Schulen und Ausbildungsbetrieben junge Menschen für technische Berufe begeistert werden. Angesiedelt wird das Zentrum am MCI-Technikstandort in Innsbruck.


© Tirol TV GmbH

Der Präsident der IV Tirol, Christoph Swarovski, betont, dass die heimischen Industriebetriebe seit jeher für Leistung, Effizienz und Innovation stehen. „Das neue Service-Zentrum wird die neuen Technologien präsentieren und die Unternehmen bei der Einführung unterstützen.“ MCI-Rektor Andreas Altmann weist auf den Mehrwert der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft hin: „Als Unternehmerische Hochschule® ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen zu führen. Das neue Zentrum stiftet nicht nur für die Studierenden nachhaltigen Nutzen, sondern vor allem auch für die Industriebetriebe.“

Für Fragen zum Robotik Center stehen Ihnen Frau Isabella Doppler und Herr Benjamin Massow zur Verfügung:

Isabella Doppler, M.Sc., Referentin, IV Tirol
isabella.doppler@iv.at
+43 512 584 134-17

Benjamin Massow, B.Sc., M.Sc., Hochschullektor, MCI
benjamin.massow@mci.edu
+ 43 512 2070-3924

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Blockchain & Smart Contracts

Wenn Ihre Maschine selbständig Verträge abschließt.

Die erste Veranstaltung zu Zukunftstechnologien gewährte Einblicke in ein spannendes Thema.

„Blockchain ermöglicht den Wandel vom Internet der Informationen zum Internet der Werte“, erklärte André Schweizer, Doktorand am Kernkompetenzzentrum Finanz & Informationsmanagement an der Universität Bayreuth sowie am Fraunhofer Blockchain Labor. Der Experte gab Einblicke in ein spannendes Technologiefeld und verglich Blockchain mit einem Notizbuch: „Eine Eintragung, eine Liste von Themen, taucht auch bei anderen auf.“

Blockchains der 3. Generation

Blockchain habe das Potenzial, die nächste disruptive (Internet-)Technologie zu werden. Schweizer verglich die derzeitige Entwicklungsstufe von Blockchain mit dem Weg, der von Nokia bis zum Smartphone zurückgelegt wurde: Das kann man nicht in Monaten messen, sondern wird noch Jahre brauchen. Die 2. Generation von Blockchain ermögliche bereits „Smart Contracts“ und dadurch mehr als Kryptowährungen. Die 3. Generation seien „Tangles“ – Gewirr/Durcheinander – und keine Ketten mehr, so der Experte.

Peer-to-Peer

Das Internet ermöglicht zwar die Versendung von Informationen, nicht jedoch von Werten. Genau an dieser Stelle kommt Blockchain ins Spiel, da sie eine ausreichend sichere Infrastruktur bietet, um Vermögenswerte oder sensible Daten zu versenden, ohne dabei auf einen Mittelsmann angewiesen zu sein. In diesem Kontext wird auch häufig der Terminus Peer-to-Peer genutzt. Beiträge, die einmal in der Blockchain abgelegt sind, können nicht wieder aus der Blockchain entfernt werden. In Abhängigkeit des Dezentralitätsgrads ist ein auf einer Blockchain basierendes System höchst transparent. Robert Lauter, von Wien Energie, zeigte Beispiele auf, wie Wien Energie Blockchain für die Abwicklung von Transaktionen in der Energiewirtschaft nützt.

Welder working a welding metal with protective mask in car factory

Industry meets Start-ups

IV-Tirol, I.E.C.T und MAD luden in der Werkstätte Wattens zum Kick-off.

14 Akteure aus der Tiroler Start-Up Szene und Vertreter der Tiroler Industrie suchten nach Wegen gemeinsamer Zusammenarbeit.

Das Institute for Entrepreneurship Cambridge – Tirol (I.E.C.T) und der Tiroler Accelorator MAD trafen sich mit Vertretern der Tiroler Industrie in der Werkstätte Wattens, um mittelfristig gemeinsame Wege der Zusammenarbeit am Standort Tirol auszuloten. Um die Potenziale voll auszuschöpfen, wünschen sich Magdalena Hauser(I.E.C.T) und Walter Ischia (MAD) mehr gegenseitiges Verständnis und Offenheit für verschiedene Sichtweisen beim Wirtschaften.

Start-ups und Industrie

Aus der Praxis berichtete Sebastian Scheler von Innerspace. Das junge Unternehmen bietet Virtual Reality (VR) Trainings für korrektes Verhalten im Reinraum und bei Störszenarien in kritischen Produktionsprozessen an. Der Jungunternehmer sprach auch über die Erfahrungen bei der Kooperation mit Industrieunternehmen sowie über die Potenziale von VR Trainings im industriellen Kontext. Der Gründer und CTO von KML Vision, Philipp Kainz, informierte über Schritte der Zusammenarbeit mit der Adler-Werk Lackfabrik. KML Vision stellt einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu neuesten – auf künstlicher Intelligenz basierten – Anwendungen zur automatischen Bildanalyse in der Mikroskopie im Internet, bereit.

Verein Startup.Tirol

Unter der Dachmarke „Startup.Tirol“ stellten die Akteure der Tiroler Start-Up Szene ihre Tätigkeitsschwerpunkte und Programme den anwesenden Industrieunternehmen vor. Die Industrievertreter haben die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit aufstrebenden jungen Unternehmen erkannt und erklärten sich bereit, die Netzwerke zu verdichten und in Folge gemeinsame Schwerpunkte für weitere Kooperationsmöglichkeiten zu definieren. Im Bereich von Technologien mit disruptivem Potenzial orteten Industriebetriebe und Start-Ups gemeinsame Anknüpfungspunkte.

Standortstrategie 2017

Maßnahmen der IV- Standortstrategie in der Umsetzung

Die Standortstrategie und die Digitalisierungsoffensive Tirol wurden rechtzeitig fertiggestellt, um als Grundlage für die Position der Tiroler Industrie in den Koalitionsverhandlungen in Bund und Land zu dienen. Die Forderungen an den Bund wurden über die Bundes- IV, aber auch in direkten Gesprächen mit Vertretern der Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ, in die Entstehung des Regierungsprogrammes eingebracht. Auf Landesebene erfolgten die Gespräche mit den Regierungsmitgliedern, aber auch den zuständigen Mitarbeitern des Landes.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Digitalisierungsoffensive wird vollständig umgesetzt und viele andere Maßnahmen, wie etwa der so wichtige Standortcheck, finden sich im Koalitionsabkommen wieder.

Durchgesetzte Forderungen an den Bund:

Die so notwendige Arbeitszeitflexibilisierung ist bereits im Nationalrat beschlossen und tritt im September in Kraft.

Die Bundesregierung macht mit Bürokratieabbau durch Entrümpelung der Gesetze, Beschleunigung der Verfahren und Absage gegen Gold Plating ernst.

Es gibt erste Vorschläge für die steuerliche Entlastung nicht entnommener Gewinne.

Bildung ist ein zentrales Thema im Bund und Land.

 

Durchgesetzte Forderungen an das Land:

Die von der IV initiierte und mit allen Beteiligten erarbeitete Digitalisierungsoffensive wird im Land Tirol umgesetzt.

Tirol arbeitet mit Nachdruck an der Positionierung Tirols als Forschungs- und Bildungsstandort für die Digitalisierung (Neue Professuren und FH- Lehrgänge, Digital Campus Tirol…)

Der Standortcheck mit dem die Auswirkungen von politischen Entscheidungen (Verordnungen, Gesetze) vorab bewertet werden sollen, ist im Koalitionsabkommen von ÖVP und Grüne vorgesehen.

Die Verbesserung der Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Punkt des Koalitionsabkommens und schlägt sich auch im Landesbudget nieder.

Tirol bekennt sich zum Ausbau der Infrastruktur, beispielsweise zum zweigleisigen Ausbau im Oberland.

 

Umsetzung durch die IV- Tirol:

In der IV- Tirol wurden zwei Referentenpositionen als Konsequenz aus der Standortstrategie neu besetzt. Die Schwerpunkte liegen in der Begleitung und Umsetzung der Digitalisierung (Innovation) und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Im Referat Innovation ist das Arbeitsprogramm bereits in der Umsetzung. Im Referat Fachkräfte wird derzeit eine Internetplattform als Basis aller weiteren Maßnahmen vorbereitet.

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Technologie News 1/2018

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4D-Druck:
Der 4D-Druck ist ein dem bekannten 3D-Druck sehr ähnliches Verfahren, bei dem ein Objekt ebenfalls Schicht für Schicht aufgebaut wird. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren ist, dass beim 4D-Druck Objekte mit der Fähigkeit zur Transformation ausgestattet werden. So können diese in einem gewissen Sinne programmiert werden, im Laufe der Zeit ihre Form zu wandeln – die Zeit stellt dabei die 4. Dimension dar und verleiht der Technologie damit ihren Namen.

Für den 4D-Druck werden unterschiedliche, programmierbare Materialien verwendet, welche sich unter verschiedenen Einflüssen verändern. Auslöser für die Verformung können zum Beispiel Wasser, Licht, Feuchtigkeit, Wärme, Vibration oder Magnetfelder sein. Ein Vorteil dieser Technologie besteht in der Möglichkeit, dass Objekte in kleiner und kompakter Form gedruckt werden können und sich erst am Bestimmungsort zu ihrer endgültigen Größe und Form transformieren. Aktuelle News zum Thema 4D-Druck finden Sie unter: www.3d-grenzenlos.de


Edge Computing:
Der Begriff Edge Computing (oder auch Fog Computing) bezeichnet die Verarbeitung von Daten an der Netzwerkperipherie, d.h. dort, wo die Daten generiert werden, anstatt in einem zentralisierten Data-Warehouse. Die Daten werden dabei direkt vom Gerät selbst, welches sie erzeugt, oder von einem lokalen Computer oder Server verarbeitet und nicht an ein Rechenzentrum übertragen.

Edge Computing ermöglicht dadurch die Beschleunigung von Datenströmen und eine Datenverarbeitung in Echtzeit. Damit soll Edge-Computing das Bereitstellen, was die Cloud bisher nicht bietet: Geräte, die Massendaten aus intelligenten Fabriken, Versorgungsnetzen oder Verkehrssystemen ohne Zeitverzögerung auswerten können und bei Vorfällen unverzüglich Maßnahmen einleiten. Durch das ständig wachsende Datenvolumen, das mit dem aufkommenden Internet of Things weiter rasant steigen wird und der zunehmenden Bedeutung der Echtzeit-Relevanz von Daten kann Edge Computing eine Schlüsseltechnologie der Zukunft darstellen. Nähere Informationen unter: www.industry-of-things.de


Intelligente Assistenten:
Im Zuge der Digitalisierung hält auch die Künstliche Intelligenz (KI) immer mehr Einzug in die Unternehmen. Ein Einsatzgebiet von KI sind Intelligente Assistenten, Systeme, die Menschen bei der Ausführung kognitiver Aufgaben und Entscheidungsfindungen unterstützen. Auf künstlicher Intelligenz basierende Assistenten lernen aus ihrem Umfeld, können zielgerichtet Schlussfolgerungen ziehen und konkrete Fragestellungen beantworten, aber auch eigenständig neue Hypothesen und Vorhersagen entwickeln und mit dem Menschen interagieren.

Die Assistenzsysteme können in Form von persönlichen Assistenten (zB Alexa), als Expertensysteme zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, als unterstützende Assistenten für Maschinenbediener, bei der Produktentwicklung uvm. zum Einsatz kommen. So können sich intelligente Assistenten in der Produktion etwa anhand spezifischer Kompetenzen von Mitarbeitern automatisch auf deren Unterstützungsbedarf anpassen und so passgerecht Hilfe geben. Ein Prototyp eines solchen Systems wurde im Forschungsprojekt APPsist, das von namhaften deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen durchgeführt wurde, entwickelt. Nähere Informationen unter: www.digitale-technologien.de

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Industrie im Portrait: F&E bei hollu

„In unserer F&E gestalten wir Zukunft im Einklang mit Mensch & Umwelt. Die vielen Chancen und neuen Möglichkeiten der Digitalisierung optimal und nachhaltig zu nutzen – darauf kommt es uns an“ Simon Meinschad, Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH.

Simon Meinschad, Geschäftsführer hollu Systemhygiene GmbH

Die hollu Forschung & Entwicklung am Hauptsitz in Zirl ist das Herzstück des Familienunternehmens und der Grund für die hohe, seit Jahrzehnten ungebrochene Entwicklungsdynamik. Hier entstehen innovative Reinigungs- und Hygienelösungen, die den Reinigungsalltag der Kunden vereinfachen und individuelle Bedürfnisse gezielt erfüllen. Was sind zukunftsträchtige Trends? Wohin entwickeln sich die Märkte und Anforderungen der Kunden? Wie können vernetzte Technologien und digitale Möglichkeiten optimal genutzt werden? Forschen heißt Antworten finden. In der F&E gestaltet hollu die Zukunft der Hygiene – und verwirklicht damit die eigene Vision jeden Tag aufs Neue: Hygiene zum Wohlfühlen.

Weitere Informationen unter: www.hollu.com

Besprechung_Industriestrategie

Verhandlungen mit dem Land beginnen

Präsident Dr. Christoph Swarovski und Geschäftsführer Mag. Josef Lettenbichler präsentierten die Vorstellungen der Industriellenvereinigung für deren Industrie-Standortstrategie Tirol Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller Frischauf. In einem sehr konstruktiven Gespräch wurden die zentralen Anliegen erläutert und die weitere Vorgangsweise festgelegt.

© IV-Tirol

Die zentralen Anliegen der Industrie beruhen auf den Ergebnissen von 35 Gesprächen mit Verantwortlichen aus Industriebetrieben aus allen Teilen Tirols und auf den unter wissenschaftlicher Begleitung erarbeiteten Erfolgsfaktoren für Wirtschaftsstandorte. Insgesamt wurden den Mitgliedern der Landesregierung fünf Verhandlungspakete vorgeschlagen.

Unter den allgemeinen Standortthemen wurden die nicht ausreichende Kinderbetreuung, das allgemeine Bildungsniveau und die Notwendigkeit, den Stellenwert der Industrie in allen Bereichen zu verbessern, hervorgehoben. Ein zentraler Punkt war die Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen. Landeshauptmann Platter und Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf bekannten sich dazu, die von der IV mit zahlreichen Beteiligten erarbeitete Digitalisierungsoffensive umzusetzen. Auch bei den Themen Verwaltung, Gesetzgebung und Investitionen in die Infrastruktur zeigten die Mitglieder der Landesregierung großes Verständnis für die Anliegen der Tiroler Industrie.

Es wurde vereinbart, in den nächsten Wochen die Umsetzung der Maßnahmen im Detail vorzubereiten. Die konkreten Maßnahmen mit den damit verbundenen Kosten und den geschätzten Auswirkungen werden noch vor dem Sommer der Öffentlichkeit präsentiert.

Mitgliedereinbindung läuft

Die Erfahrungen der IV Mitglieder, ihr Fachwissen und ihr Gespür für wirtschaftliche, technologische und soziale Entwicklungen werden in die Industriestandort Strategie wesentlich einfließen. In Gesprächen mit den Entscheidungsträgern der Mitgliedsunternehmen werden die Stärken und Schwächen des Standortes und die Anliegen an Gesetzgebung, Verwaltung und den Umgang mit der Zukunft herausgearbeitet. Ein Team mit IV Geschäftsführer Josef Lettenbichler, dem ehemaligen LH Stv. Ferdinand Eberle und Eugen Stark von P8 MARKETING besucht die Betriebe, führt die Gespräche und hält die Ergebnisse fest. Die Anregungen fließen in anonymisierter Form in die Analyse ein.
Insgesamt werden es bis Mitte November über 30 Mitgliedsbetriebe besucht. Unternehmen, die sich gerne einbringen wollen, können sich bei der Geschäftsstelle melden. Es wird dann gerne ein Termin vereinbart.